AWO Kreisverband Ostprignitz Ruppin e.V.

Sie befinden sich hier: awo-opr.deUnsere Angebote / Einrichtungen / AWO-Trainingswohnen / Details der Einrichtung 

Informationen

AWO-Trainingswohnen

Zielgruppe

Das Trainingswohnen gemäß §§ 34, 35a, 36 SGB VIII ist eine stationäre Leistung der Kinder- und Jugendhilfe im Rahmen der Hilfen zur Erziehung (§ 27 SGB VIII).
Das Angebot Trainingswohnen richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren, die bereits über ein gewisses Maß an Selbständigkeit verfügen und die sich in den Sozialräumen Kyritz oder Rheinsberg verselbständigen wollen. Bei der Planung der Betreuungszeiten bietet es die Chance, die individuellen Bedarfe und Möglichkeiten zu berücksichtigen. Auf diese Weise kann flexibel auf die Entwicklung der jungen Menschen eingegangen werden.

Es richtet sich an jungen Menschen, die:
  • die in der Lage sind, Absprachen einzuhalten.
  • deren Ziel eine selbständige Lebensführung ist, die aber auf dem Weg dorthin noch Unterstützung und Anleitungen benötigen.
  • die bereit sind, während der Betreuungsmaßnahme eine schulische oder berufliche Ausbildung bzw. eine Berufsvorbereitung zu verfolgen.
  • die nicht mehr im Elternhaus leben können oder wollen.

Ziel

Grundlegendes Ziel der Hilfe ist es, Jugendliche in ihrer Verselbständigung zu unterstützen und mit ihnen gemeinsam individuelle Lebenskonzepte und Zukunftsperspektiven zu erarbeiten, die sie in ein Leben außerhalb der Kinder-und Jugendhilfe transferieren können.
Während der Zusammenarbeit wird den Jugendlichen ein vollmöblierter Trägerwohnraum, im Haus der Wohngruppe vor Ort, in Kyritz oder Rheinsberg zur Verfügung gestellt, in welchem sie die selbständige Lebensführung erproben können.

pädagogisches Angebot

Das Trainingswohnen richtet sich an Jugendliche, für die weder eine Wohngruppe noch die Familie oder ein eigener Wohnraum das geeignete Setting darstellen. Das Trainingswohnen kann sowohl eine vorübergehende Alternative zum Leben in der Wohngruppe als auch Zwischenschritt vom Übergang aus der Wohngruppe (oder dem Elternhaus) in das Betreute Wohnen oder die Selbständigkeit sein. Ein wesentliches Merkmal des Trainingswohnens ist, dass die räumliche Nähe zur Wohngruppe gegeben ist, es aber betreuungsfreie Zeiten gibt, z.B. an den Wochenenden. Themen rund um die Verpflegung, die Verwaltung des eigenen Geldes sowie die alltäglichen Aufgaben im Haushalt können sind Teil der Betreuung sein. Mit wachsendem Grad der Verselbständigung werden diese Aufgaben von den jungen Menschen in Gänze übernommen.
Darüber hinaus werden die jungen Menschen bei der Kommunikation mit Behörden, Schulen, Arbeitgeber*innen etc. und bei der Stabilisierung der psychischen und physischen Gesundheit unterstützt.